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Eine Reihe bunt gestrichener Häuser in leuchtendem Rosa, Blau, Grün und Gelb an einer Straße im Viertel Bo-Kaap in Kapstadt, Südafrika, an den Hängen des Signal Hill.Bernard DUPONT, CC BY-SA 2.0 / Wikimedia Commons
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Beste Reisezeit

Ganzjährig. Der warme, trockene Sommer am Kap (etwa November bis März) bietet das klarste Licht für die bemalten Fassaden, während die kühleren frühen Morgenstunden am besten zum Erwandern der steilen Kopfsteinpflasterstraßen und am ruhigsten zum Fotografieren sind.

An den steilen unteren Hängen des Signal Hill, direkt oberhalb der Innenstadt Kapstadts, ergießt sich das Bo-Kaap („oberhalb des Kaps“) als Mosaik aus zuckerbunten Fassaden und schmalen Kopfsteinpflastergassen den Hügel hinab. Früher als Malay Quarter bekannt, ist es das historische Herz der kapmalaiischen Kultur: eine überwiegend muslimische Gemeinschaft, die von versklavten Menschen und politischen Verbannten abstammt, welche während der niederländischen Herrschaft aus Südostasien — aus Orten wie Java, Sumatra und Batavia — ans Kap gebracht wurden.

Die Anlage des Viertels geht auf die 1760er-Jahre zurück, als Jan de Waal am Fuß des Hügels Reihen von Mietshäusern („huurhuisjes“) errichtete und sie an die versklavten und freigelassenen Arbeiter des Kaps vermietete. Diese Gemeinschaft, die später als Kapmalaien bekannt wurde, hat vermutlich die frühe Afrikaans-Sprache mitgeprägt, und ihr Glaube ist in der 1794 gegründeten Auwal-Moschee in der Dorp Street verankert, die als erste in Südafrika gegründete Moschee gilt. Die berühmt bunten Häuser sind eine jüngere Tradition: Die Bewohner sollen ihre Häuser in leuchtenden Farben gestrichen haben, als Ausdruck von Freiheit und Eigentum, nachdem sie endlich Immobilien kaufen durften, die sie zuvor nur mieten und weiß halten durften.

Nach Angaben der South African Heritage Resources Agency beherbergt das Bo-Kaap die größte Konzentration von Architektur aus der Zeit vor 1850 in Südafrika und ist das älteste erhaltene Wohnviertel der Stadt; seine kapholländischen und georgianischen Dachlinien zeichnen noch immer das Straßenraster des achtzehnten Jahrhunderts nach. 2019 erklärte die Regierung eine Gruppe seiner Stätten zu National Heritage Sites — eine formelle Anerkennung für ein Viertel, das lange unter den Zwangsumsiedlungen der Apartheid-Ära und in jüngerer Zeit unter der Gentrifizierung zu leiden hatte. In seinem Zentrum ist das Bo-Kaap Museum in einem um 1768 erbauten Haus untergebracht, das als muslimisches Familienhaus des neunzehnten Jahrhunderts eingerichtet ist und zu den ältesten Gebäuden des Viertels zählt.

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