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Rustikale, von Kletterpflanzen überwachsene Holzbögen rahmen einen Kiesweg durch den Obst- und Gemüsegarten von Babylonstoren, mit blühenden Sonnenblumen zu beiden Seiten.Nina R, CC BY 2.0 / Wikimedia Commons
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Beste Reisezeit

Ganzjährig täglich geöffnet außer am ersten Weihnachtstag. Der Frühling (September bis November) bringt die Klivien zum Blühen, und die Traubenernte von Februar bis April ist die geschäftigste Zeit im Keller; kommen Sie früh — bis mittags füllt sich die Farm.

Babylonstoren liegt auf dem Talboden des Drakenstein-Tals fast genau auf halbem Weg zwischen Paarl und Franschhoek, und sein Gerippe ist älter als fast alles ringsum: Das Land ist als 1692 dem Freibürger Pieter van der Byl zugesprochen verzeichnet, durch Simon van der Stel, den damaligen Gouverneur des Kaps. Van der Byl pflanzte hier die ersten Reben und leitete die Wasserläufe um, um sie zu bewässern. Was aus jenem Jahrhundert überdauert — die ummauerte kapholländische Werf mit ihrem Torbogen, die Koornhuis-Weizenscheune, der alte Keller — wurde im Lauf der späten 1700er-Jahre in Stein neu errichtet und zählt heute zu den besser erhaltenen Ensembles kolonialer Hofarchitektur in den Winelands.

Der moderne Ruhm der Farm ist nicht architektonisch, sondern gärtnerisch. Koos Bekker und Karen Roos kauften das Anwesen 2007, und Roos beauftragte den französischen Gartenarchitekten Patrice Taravella — bekannt für die Rekonstruktion eines mittelalterlichen Klostergartens an einem restaurierten französischen Kloster aus dem zwölften Jahrhundert —, auf dem flachen Grund neben der Werf einen formalen Garten anzulegen. Das Ergebnis bedeckt rund 3.5 Hektar in fünfzehn thematischen Bereichen: Gemüse, Stein- und Kernobst, Nüsse, Zitrusfrüchte, Beeren, Bienen, Kräuter, Enten, Hühner und ein Labyrinth aus Feigenkakteen. Sein Vorbild war der Company's Garden in Kapstadt, angelegt, um vorbeisegelnde VOC-Schiffe zu verproviantieren. Die Regel, die ihn regiert, ist ungewöhnlich streng — das Gut erklärt, dass jede einzelne seiner über 300 Pflanzensorten essbar ist oder heilkundlichen Wert hat —, und das Wasser erreicht die Beete allein durch Schwerkraft, über Rinnen, die ein Bach vom Simonsberg speist.

Der Garten öffnete 2010 für die Öffentlichkeit, und die Farm ist seither ein Ganztagesziel. Geöffnet ist an jedem Tag des Jahres außer am ersten Weihnachtstag, und eine geführte Gartentour startet um 10 Uhr am Farm Shop. Drei Restaurants — Babel, das Greenhouse und die Old Bakery — kochen, was der Garten in dieser Woche hervorbringt, und dazu gibt es Hofladen, Kaffeerösterei, Gelateria, Spa und Hotel. Praktische Hinweise des Guts sollte man beherzigen: Dies ist eine aktive Farm mit Tieren, die Wege bestehen aus Kies und zerstoßenen Pfirsichkernen statt aus Pflaster, und bezahlt wird ausschließlich mit Karte.

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